Ausgabe 2010/3

FOKUS

Platz da! Migration & Medien

Seit einiger Zeit kommt Bewegung in die österreichische Medienlandschaft: Mehrheits-Medien und die Kommunikationswissenschaft entdecken die Migrant_innen neu – als Produzent_innen und Konsument_innen von medialen Inhalten. Zugleich wächst auch das Interesse an Medien von und für Migrant_innen, nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen. Ein Schwerpunkt über die Möglichkeiten der medialen Selbstrepräsentation für Migrant_innen und die Sackgassen der Diversitätslogik im Medien-Mainstream.

PIXEL

Rechte ohne Papiere

"What they need is a union", kommentiert Officer Russell in der US-TV-Serie "The Wire" die Information eines Kollegen, dass allein in der US-amerikanischen Sexindustrie mehrere zehntausend undokumentierte Migrantinnen beschäftigt seien. Und tatsächlich: An den verheerenden Entgelt- und Arbeitsbedingungen im Bereich un(ter)dokumentierter migrantischer Arbeit wird längerfristig wohl nur die (Selbst-)Organisierung der Betroffenen etwas ändern können.

Ausgehend von einer Kampagne des Wiener Kollektivs PrekärCafé zum Thema "Undokumentiertes Arbeiten, Organisierung und Gewerkschaften" stellt der vorliegende Themenschwerpunkt deshalb die Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten für solche Organisierungsprozesse. Entstanden ist der Schwerpunkt in einer Kooperation zwischen dem Zeitungsprojekt "MALMOE", dem PrekärCafé und migrazine.at.