Ausgabe 2013/1

FOKUS

Ülkü, Lilli, Cosinus: Emanzipatorische Kinder- und Jugendliteratur

Geschichten erzählen und damit Vorstellungen von der Welt geben – das ist die Aufgabe von Kinder- und Jugendliteratur. Sie liefert damit auch Bilder von Geschlecht, Ethnizität, Sexualität und anderen Zugehörigkeiten, die vom gesellschaftlichen Konsens der jeweiligen Epoche geprägt sind. Dass dieser nicht unwidersprochen bleibt und dank kritischer Interventionen auch veränderbar ist, zeigte sich zuletzt an der Debatte um das "N"-Wort und anderen diskriminierenden Begriffen in Kinderbüchern.
Erfreulicherweise gibt es aber auch genügend empfehlenswerte Literatur für Kinder und Jugendliche, die dem Begriff "emanzipatorisch" gerecht wird – indem sie unterschiedlichste Lebensentwürfe aufzeigt und nicht-normative Rollenbildern vorstellt. In Kooperation mit dem feministischen Monatsmagazin an.schläge stellt migrazine.at einige dieser Bücher vor – und lotet aus, wo es noch Leerstellen in Sachen Emanzipation gibt.

PIXEL

Afro-deutsche Frauenbewegung: Eine Spurensuche

Vor rund dreißig Jahren erschien das Buch "Farbe bekennen - Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" beim Berliner Orlanda Verlag. Erstmals wurde die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland aus einer Schwarzen Perspektive erzählt.
Die US-amerikanische Theoretikerin Audre Lorde (1934-1992) initiierte das Buch mit und wurde zur Inspiratorin der afro-deutschen (Frauen-)Bewegung. migrazine.at wirft einen Blick auf deren Anfänge und befragte Aktivist_innen zu aktuellen afro-deutschen Perspektiven in der Bundesrepublik.