Bleibe- und Bewegungsrecht für alle, jetzt und da!

Die Straßenbahn als Ort der öffentlichen Intervention: ein Rückblick auf eine antirassistische Aktion zum Bleiberechtstag 2008 in Linz.

Im vorigen Jahr haben migrantische Selbstorganisationen, Menschenrechts- und Hilfsorganisationen in Österreich gemeinsam eine breite Plattform gebildet, um den 10. Oktober als "Tag des Bleiberechts" auszurufen. Viele unterschiedliche Initiativen und AktivistInnen gingen mit Aktionen an die Öffentlichkeit, das österreichweit initiierte "Sesselmeer" gewann sogar eine beachtliche mediale Aufmerksamkeit.

No Dead End (english)

Interview with: 
Mahshad Torkan

"Cul de Sac" is a docudrama based on the true life story of LGBT activist and filmmaker Kiana Firouz, who fled from Iran to the UK. Mashad Torkan, co-writer/director/producer of "Cul de Sac", talks about the Iranian queer underground and how the movie contributed to the shift in the legal and public discourse on asylum in the United Kingdom.

migrazine.at: What does it mean to be lesbian/queer woman in today's Iranian society? How do they survive?

Zwischen "Medienghettos" und Integrationsimperativ

Wie die Kommunikationswissenschaft MigrantInnen als "Problem" entdeckte.

Würden MigrantInnen angeben, regelmäßig die "Neue Kronen Zeitung" zu lesen – das Thema "Migration und Medien" wäre für einen großen Teil der Kommunikationswissenschaft gegenstandslos. Dies ist weniger eine provokante These als ein Mittel, um das breite Spektrum an Asymmetrien zwischen Kommunikationswissenschaft und MigrantInnen aufzuzeigen: Zur Diskussion stehen die Widersprüche eines (kommunikations-)wissenschaftlichen Forschungsverständnisses, das mit dem allgegenwärtigen Integrationsdiskurs kokettiert und politisch gefällig ist.

"Die klassische Migration gibt es nicht mehr"

Interview mit: 
Zafer Şenocaks

Biografische Puzzles, Großstadt-Poems und die Verrückung von Raum und Zeit: Der Berliner Publizist und Schriftsteller Zafer Şenocak im Gespräch über sein Werk.

migrazine.at: Welche Rolle spielt das Deutschsein oder Türkischsein für Ihr Schreiben?

F.A.Q. "Zweite Generation"

Über Herkunftsdialoge, doppeltes Anderssein und "Belonging". Ein Kommentar

"Ich hab 'nen grünen Pass mit 'nem goldenen Adler drauf / Doch keiner fragt danach, wenn ich in die falsche Straße lauf […] / Nicht anerkannt, fremd im eigenen Land / Kein Ausländer und doch ein Fremder", rappte die Heidelberger HipHop-Crew Advanced Chemistry Anfang der 1990er, als deutschsprachiger Rap noch nicht "nordisch by nature" war und inbesondere von sogenannten Migrant_innen der "Zweiten Generation" repräsentiert wurde.

Romske organizacije i aktivisti sa područja bivše Jugoslavije. (bks)

Intervju sa: 

Pogled unazad i pogled unapred: Strategije organizovanja Roma u SFR Jugoslaviji i kontinuiteti koji su se odrzali do danas. 

Intervju sa jednim aktivistom romskih udruženja iz Beča. Na njegov zahtev mi smo anonimizirali ovaj razgovor. Sa njim je razgovarao Ljubomir Bratić, koji je i transkribirao snimke. Ovaj tekst je autorizovan od strane X.

Inna di Dancehall

Zum Weiterlesen: Links und Literatur zum Schwerpunkt-Thema.

Literatur

  • Carolyn Cooper: Noises in the Blood: Orality, Gender, and the "Vulgar" Body of Jamaican Popular Culture. Duke University Press, Durham 1993.
  • Dies.: Sound Clash: Jamaican Dancehall Culture at Large. Palgrave Macmillan, Hampshire 2004.
  • Donna P. Hope: Inna di Dancehall: Popular Culture and the Politics of Identity in Jamaica. West Indies Press, Kingston 2006.
  • Dies.: Man Vibes: Representations of Jamaican Masculinities in Dancehall Culture. Ian Randle Publishers, Kingston 2010.

Im Spiegel der Geschichte

Rassismus ist historisch gewachsen. Weißsein war sein Motor. Die Kritische Weißseinsforschung muss das rassistische Wissensarchiv herausfordern. [1]

Kein anderes System der Unterdrückung einer Kultur durch eine andere hat strukturell wie diskursiv eine dermaßen tiefgreifende, nachhaltige und global weitreichende Agenda erschaffen wie der Rassismus. Rassismus ist eine in Europa historisch gewachsene Ideologie und Machtstruktur, die die Kategorie "Rasse" aus dem Tier- und Pflanzenreich auf Menschen übertrug. Aus einer willkürlichen Auswahl bestimmter körperlicher Kategorien wurden Bündel geschnürt, diesen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben und die auf diese Weise hergestellten Unterschiede verallgemeinert und hierarchisiert.

Viva McGlam?

In vielen Transgender-Communitys wird Glamour vergöttert, inszeniert und konsumiert. Ist diese Selbstdarstellung von Transgendern eine Kritik an oder die Kapitulation vor luxusfixierten Modellen des Glanzes?

Das englische Wort glamour hat seine Wurzeln im schottischen grammar im Sinne von gramarye, das soviel wie "Magie" bedeutet. Wie alles Magische ist auch Glamour eng verknüpft mit Gaukelei, falschen Vorspiegelungen und Betrug. Jede Gesellschaft hat ihre Hohepriester des Glamours und ihre Zauberinnen - diejenigen, die sich mithilfe größtenteils leerer/nichtiger Geheimnisse von anderen absetzen beziehungsweise über andere erheben.

Arbeiten ohne Papiere - nicht ohne Rechte

migrazine.at begleitet seit 2009 die Bemühungen von Aktivist_innen rund um die Initiative PrekärCafé in Wien, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rechte migrantischer Arbeiter_innen zu schützen. 2014 gelang der Durchbruch: Die UNDOK-Anlaufstelle berät und unterstützt undokumentierte Arbeitende bei ihren arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen. Sandra Stern illustriert anhand von aktuellen Beratungsfällen die Bedeutung von UNDOK für soziale Gerechtigkeit.

In Österreich existieren aktuell ganze 28 verschiedene Aufenthaltstitel, die Migrant_innen den regulären Zugang zum Arbeitsmarkt verwehren bzw. den Zugang für sie einschränken. Ein Umstand, der Migrant_innen in informelle Sektoren drängt und sie gegenüber Arbeitgeber_innen leichter erpressbar und ausbeutbar macht. Ob als Putzfrau, Kindermädchen oder Pflegekraft in einem privaten Haushalt, als Erntehelfer_in in der Landwirtschaft, auf der Baustelle, in der Gastronomie oder in der Sexarbeit: Undokumentierte Arbeit ist meistens unsicher, schlecht bezahlt und gefährlich.