migrazine
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Ein Projekt von MAIZ

Projekte für die Kulturhauptstadt Europas Linz 2009

Die Einreichung von Projekten ist an keinerlei Formalitäten gebunden; es gibt keine Fristen und keine Wettbewerbsordnung.

 

Kontaktperson: Julia Stoff

Tel. +43 (0) 732-2009-15

Fax +43 (0) 732-2009-43

E-mail: julia.stoff@linz09.at

 

www.linz09.at/sixcms/detail.php

VORPROJEKTEN

 

Bildungs-Bilder - BBRZ Gruppe

Ein Fotoprojekt zur kulturellen Vielfalt entlang der Wiener Straße im Süden von Linz: Jugendliche MigrantInnen erlernen in Workshops die Grundlagen von Fotografie und Bildbearbeitung und porträtieren anschließend Menschen in ihrer Umgebung. Die Fotos werden entlang der Wiener Straße in Geschäften, Lokalen und Vereintreffpunkten ausgestellt.
In einem zweiten Projekt entstehen Porträts von MigrantInnen mit höherem Schulabschluss – gegenüber gestellt mit einem Foto, dass die selben Personen in ihrem momentanen, meist ihrer Ausbildung nicht entsprechenden Arbeitsumfeld, zeigt. Es entsteht ein persönlicher – personenbezogener – Zugang zum sonst abstrakten Thema Migration.

 

LINZER TORTEN

Idee/Konzept: MAIZ Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnen

Für zwei Dinge ist Linz im Ausland berühmt: für den Stahl und für die Torte. Der wesentlichste Unterschied ist dabei nicht die Konsistenz – die ist etwas Äußerliches. Der wirkliche Unterschied liegt tiefer, sozusagen im Charakter. Denn man kann die Fremdheit einer Stadt am Gaumen spüren. Wie es MigrantInnen mit der Linzer Torte geht, wird im Rahmen eines kulinarischen Experiments hinterfragt. Neue Rezepte sollen ausprobiert werden, um den Geschmack anzupassen. Jede und jeder kann eine eigene Linzer Torte erfinden. Ihren Charakter wird die Torte in dieser Vielfalt nicht verlieren, aber sie wird gewinnen an Schmelz und Exotik.

Die Linzer Torte als international bekanntes Traditionsgebäck ist ein Aushängeschild für Linz, zu dem die hier ansässigen MigrantInnen oft nur schwer Zugang finden. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen von Workshops und Diskussionsrunden, die sich mit den Facetten von Migration in Linz beschäftigen, das Phänomen Essen und Ernährung aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. „Essen“ und „Symbolische Herrschaft“ des Geschmacks sollen dabei anhand von Kategorien wie Repräsentation, Selbstreferenz, System, Macht analysiert sowie Esspraktiken zum Gegenstand der Kulturarbeit, des ethischen Denkens und Handelns gemacht werden.
Gleichzeitig sind Backstuben geplant, in denen MigrantInnen Linzer Torten backen können, die ihren länderspezifischen Zutaten und Geschmacksrichtungen entsprechen. Die internationalen Linzer Torten sollen für LinzerInnen und BesucherInnen zum Kauf angeboten werden.

Linz09-Infos in 10 Sprachen

Linz09 wendet sich an MigrantInnen. informiert in 10 verschiedenen Sprachen und lädt zum Einreichen von Projekten ein.

13,2% der Linzer Bevölkerung stammt ursprünglich aus anderen Ländern. Unterschiedliche kulturelle Einflüsse gehören zum Bild und zum Selbverständnis der Stadt. Linz09 wendet sich deshalb auch an MigrantInnen: Informationen zur Kulturhauptstadt und eine Einladung zum Einreichen von Projekten sind in 10 verschiedenen Sprachen online verfügbar. Versionen auf Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Englisch, Französisch, Kroatisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch können Sie hier downloaden.

Kulturlotsinnen - BBRZ Gruppe

Migrantinnen werden für dieses Projekt als Kulturlotsinnen ausgebildet. Sie werden nicht Stadtführerinnen im klassischen Sinn, sondern sind Begleiterinnen durch ihre eigenen Lebenswelten. Wo leben sie, wie sind sie in Linz angekommen, wie gestaltet sich ihr Alltag? Welche Zugänge gibt es zur österreichischen Kultur, wie werden österreichische Traditionen erlebt? Mit einem Schwerpunkt auf das Franckviertel und das Gebiet rund um die Wiener Straße stehen Stadtteile im Fokus, die von einem hohen AusländerInnenanteil geprägt sind und in denen die kulturellen Facetten von ÖsterreicherInnen größtenteils unbeachtet bleiben.

 

Stimmen - maiz - Autonomes Integrationszentrum von & für Migrantinnen


Was verbinden Migrantinnen mit Linz, welche Wünsche haben sie an die Stadt? Wo und warum fühlen sie sich wohl, wo nicht? Wo ist etwas passiert, das ihre Sicht auf die Stadt verändert hat? Welche Fiktionen und Utopien entstehen aus den realen Eindrücken der Stadt und welche Wünsche hatten Migrantinnen an Linz, bevor sie die Stadt kennen lernten?
In Form von kollektiv gestalteten Arbeitsphasen soll diesen Fragestellungen nachgegangen werden. Anschließend sollen die Stimmen der Migrantinnen Plätzen in Linz zugeordnet und an Ort und Stelle sichtbar und/oder hörbar gemacht werden.

In Zusammenarbeit mit Birge Krondorfer und Manuela Pfaffenberger

 

 Quelle: www.linz09.at

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